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Über

Über Gransdorf

Gransdorf befindet sich in der südlichen Waldeifel. Die Ortsgemeinde liegt in einem Tal, durch welches der Spangerbach fließt. Die Gemarkung umfasst eine Fläche von 7,08 km². Höhe über NN 340 m.

Im Urkundenbuch von Beyer wird Gransdorf im Jahre 1098 als Grandesdorf erstmals erwähnt. Der Wortstamm geht zurück auf den Personennamen Grandi.

Zum Ende der Feudalzeit, im Jahre 1758, ist die Grundgerichtsbarkeit von Gransdorf gevierteilt. Grundherren waren damals der Burgherr der Burg Seinsfeld mit einem Viertel, die Freiherren von Anethan, als Inhaber der Herrschaft Densborn, mit ebenfalls einem Viertel sowie der Reichsgraf von Kesselstatt mit zwei Vierteln.
Gransdorf gehörte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zur Propstei Bitburg, die ein Teil des Herzogtums Luxemburgs war.

Nach 1792 hatten französische Revolutionstruppen die Österreichischen Niederlande, zu denen das Herzogtum Luxemburg damals gehörte, besetzt und 1795 annektiert. Unter der französischen Verwaltung wurde Gransdorf 1795 dem Kanton Dudeldorf zugeordnet, der verwaltungsmäßig zum Arrondissement Bitburg im Departement Wälder gehörte. Gransdorf war Sitz einer Mairie.

Aufgrund der Beschlüsse auf dem Wiener Kongress kam die Region 1815 an das Königreich Preußen. Unter der preußischen Verwaltung gehörte Gransdorf zur gleichnamigen Bürgermeisterei im 1816 neu errichteten Kreis Wittlich im Regierungsbezirk Trier.

Der zu Gransdorf zählende Hof Gelsdorf war im Jahre 1271 Eigentum der Abtei Himmerod.

 

Statistische Daten

LAGE

Gransdorf liegt an der Kreisgrenze zum Landkreis Bernkastel-Wittlich
Entfernung zur VG - Kyllburg 10 km
Entfernung zur Kreisstadt Bitburg 17 km

ORT

Lage des Ortes über NN: 340 m
Größe des Ortes 31 ha

EINWOHNER

In deutschen Haushalten 330 Personen
In amerikanischen Haushalten ca. 75 Personen

GRÖSSE DER GEMARKUNG

Ackerfläche 400 ha
Gemeindewald 111 ha
Privatwald 21 ha
Ortslage 31 ha

Hier finden Sie einen Link zu den statistischen Daten der Ortsgemeinde: Gransdorf - Infrastruktur | Verbandsgemeinde Bitburger Land

Wappen

Logo ueberIn Rot ein silberner Schräglinksbalken, belegt mit zwei ineinandergeschlungenen roten Ringen. Oben eine silberne Kirche im Umriß der ehemaligen Pfarrkirche. Unten eine goldene Krone.

Bis zur Neugliederung der Pfarreien war Gransdorf der Sitz einer Mutterpfarrei mit zahlreichen Filialen.

Wahrzeichen von Gransdorf ist auch heute noch die hoch über dem Ort gelegene ehemalige Pfarrkirche. Kirchenpatronin der alten Pfarrkirche ist die Himmelskönigin und Gottesmutter Maria, als deren Symbol die Krone im unteren Schildteil gewählt wurde.

Bereits die Lorenzi schrieb: "Schon hieraus ist ersichtlich, daß wir in einem Abschnitt von hoher lokalgeschichtlicher Bedeutung stehen. In der Tat haben wir in der alten Marienkirche von Grandesdrop die Mutterkirche einer ganzen Anzahl von neuen Pfarreien vor uns". Obwohl die nahegelegene Zisterzienserabtei Himmerod nur bis 1212 am Patronat der Pfarrkirche teilhatte, war sie als Grundherrin bis zum Ende des Ancien Reqime in Gransdorf gebütert. Ihr Symbol, zwei ineinandergeschlungene Ringe, befindet sich rot dargestellt im silbernen Schrägbalken.

Wegekreuze

WegekreuzeDie Beschreibungen und Zeichnungen der Gransdorfer Wegekreuze stammen aus dem Werk „Wegekreuze und Bildstöcke aus dem Kreis Wittlich“.

Die Kreuze wurden ca. 1957 von Georg Jak. Meyer aus Trier gezeichnet und beschrieben. Die Originale befinden sich im Kreisarchiv Bernkastel-Wittlich.

Ein besonderes Dankeschön gilt dem gebürtigen Gransdorfer Klaus Rodenborn, der die Unterlagen gescannt und sie uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.