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Historisches Kalkbrennen 1992

Es bedurfte vieler Vorbereitungen bevor man zum eigentlichen Geschehen des Kalkbrennen vorgehen konnte. Es mußten 35 Festmeter Holz geschlagen, gespalten und zum Kalkofen transportiert und dort wieder aufgesetzt werden. Anschließend wurde südlich von Pickließem die Kalksteine aus einem Kalksteinbruch geholt. 400 Zentner große Steine mußten dann noch einem schwerem Hammer (20 kg) zerkleinert und im Ofen aufgestapelt werden. Am 3. September erfolgt das Anzünden des Kalkofens, der dann ununterbrochen drei Nächte und zwei Tage brennen mußte, um einen gut gebrannten Kalk zu erhalten. Danach wurde der Kalk in einer großen Wanne abgelöscht.
Das Kalkbrennen in unserer Gegend war eine verbreitete Tätigkeit und wurde schon fast professionell ausgeführt. Handwerker, wie Maler, Anstreicher, Stukateure und Maurer waren von dem Produkt des gebrannten Kalkes, der von ihnen dann als gelöschter Kälk verwendet wurde, begeistert. In der Landwirtschaft wurde der Löschkalk zum Desinfizieren, um Schädlinge von Bäumen und Pflanzen und Ungeziefer von Kleintieren fernzuhalten, eingesetzt.

Bild von der Vorderseite des Kalkofens
Bild von der Vorderseite des Kalkofens, links gelagertes Brennholz

Gefüllter Kalkofen
Gefüllter Kalkofen, von oben gesehen

Füllung wird mit Lehm abgedeckt
Im Kalkofen brennt bereits das Feuer,
die Füllung des Ofens wird mit Lehm abgedeckt

Feuer des Ofens brennt bis nach oben durch
Feuer des Ofens brennt bis nach oben durch

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